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Kurzantwort Zeitplan Anwendung Vorgehen Umsetzung Abgrenzung Wissen Einstieg Fragen
Regulatorik und Frameworks

BSI IT-Grundschutz umsetzen: vom Informationsverbund zum prüffähigen Nachweis

Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung, Modellierung, IT-Grundschutz-Check: Das Vorgehen ist klar beschrieben. Aufwendig ist es, die Ergebnisse über Jahre konsistent zu halten. CRISAM® führt Zielobjekte, Bausteine, Anforderungen, Risiken und Nachweise in einem gemeinsamen Modell zusammen.

Stand: 23. September 2026

Demo vereinbaren Vorgehen ansehen
CRISAM®Beispielwerte
☰Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
DASHBOARDS, IT-Grundschutz-Check
Prozess-Bausteine
81 %
System-Bausteine
69 %
Anwendungen
74 %
Industrielle IT und Netze
58 %
1Informationsverbund
248Zielobjekte
96Bausteine modelliert
31Anforderungen offen
Offene Abweichungen
AbweichungBezugEinstufungStatus
Risikoanalyse für hohen Schutzbedarf fehltBSI 200-3hochoffen
Schutzbedarf der Fachanwendung nicht begründetBSI 200-2mittelin Arbeit
Modellierung des Netzbereichs unvollständigBSI 200-2mittelin Arbeit
Sicherheitsleitlinie fortgeschriebenBSI 200-1geringerledigt
Kurzantwort

Was ist BSI IT-Grundschutz?

Der IT-Grundschutz ist das Rahmenwerk des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zum Aufbau und Betrieb eines Informationssicherheits-Managementsystems. Er umfasst Methode, Anleitung und Empfehlung und betrachtet neben technischen auch infrastrukturelle, organisatorische und personelle Themen. Die Methodik steht in den BSI-Standards 200-1 bis 200-4, die konkreten Anforderungen im IT-Grundschutz-Kompendium.

Das BSI entwickelt den IT-Grundschutz unter dem Namen Grundschutz++ weiter: prozessorientiert, maschinenlesbar und mit flexiblen Leistungszahlen statt fester Sicherheitsniveaus. Der bisherige IT-Grundschutz wird parallel gepflegt und bleibt anwendbar.

HerausgeberBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
MethodikBSI-Standards 200-1 bis 200-4
AnforderungenIT-Grundschutz-Kompendium
ZertifizierungISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz, erteilt vom BSI
Die Lage

Der IT-Grundschutz wird weiterentwickelt. Die Termine stehen fest

Das BSI hat den Fahrplan für Grundschutz++ veröffentlicht. Der bisherige IT-Grundschutz bleibt bis zum Ende seiner Zertifizierbarkeit anwendbar.

1. Apr. 2026

Pilotierung von Grundschutz++ mit Partnern aus Verwaltung und Wirtschaft.

30. Sep. 2026

Ende der Erprobungsphase.

27. Okt. 2026

Veröffentlichung von Grundschutz++ auf der it-sa 2026 in Nürnberg.

30. Nov. 2026

Schulungskonzepte für Praktiker und Berater liegen vor.

1. Jan. 2027

Zertifizierung nach ISO 27001 auf Basis von Grundschutz++ wird möglich.

30. Nov. 2031

Die Zertifizierbarkeit des bisherigen IT-Grundschutz endet.

Anwendung

Wer mit dem IT-Grundschutz arbeitet

Der IT-Grundschutz ist kein Gesetz. Er ist ein Rahmenwerk, mit dem insbesondere die Verwaltung, Betreiber kritischer Infrastrukturen und deren Dienstleister arbeiten.

Typische Auslöser

  • Ein öffentlicher Auftraggeber verlangt die ISO 27001-Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz
  • Sie betreiben kritische Infrastruktur und müssen Maßnahmen nach dem Stand der Technik nachweisen
  • Ihre Organisation arbeitet bereits nach BSI-Standards und will die Umsetzung prüffähig nachweisen
  • Sie liefern an Behörden und übernehmen deren Sicherheitsanforderungen in Ihren Verantwortungsbereich
  • Sie betreiben bereits ein ISMS nach ISO/IEC 27001 und benötigen zusätzlich die Detailtiefe des IT-Grundschutz

Die drei Vorgehensweisen

BSI-Standard 200-2 beschreibt drei Vorgehensweisen. Die Basis-Absicherung deckt die gesamte Breite mit grundlegenden Anforderungen ab, die Kern-Absicherung schützt zuerst die besonders gefährdeten Werte, die Standard-Absicherung ist das vollständige Vorgehen und die Grundlage der Zertifizierung.

Der Informationsverbund bestimmt den Aufwand

Was bei ISO/IEC 27001 der Anwendungsbereich ist, ist beim IT-Grundschutz der Informationsverbund. Er bestimmt, was geprüft wird: Prozesse, Anwendungen, Systeme, Netze, Räume und die beteiligten Personen. Jedem Zielobjekt wird ein Schutzbedarf zugeordnet, jeder Baustein bringt seine Anforderungen mit.

Wann eine Risikoanalyse hinzukommt

Bei hohem oder sehr hohem Schutzbedarf, bei Zielobjekten ohne passenden Baustein und bei Einsatzszenarien außerhalb des Kompendiums verlangt BSI-Standard 200-3 eine eigene Risikoanalyse.

Vorgehen

Die IT-Grundschutz-Methodik in acht Schritten

Die Reihenfolge ist vorgegeben. Jeder Schritt baut auf dem Ergebnis des vorigen auf, und jeder muss nachvollziehbar dokumentiert sein.

Schritt Grundlage Was verlangt wird So bilden Sie es in CRISAM® ab
Sicherheitsmanagement BSI-Standard 200-1 Sicherheitsleitlinie, Organisation, Rollen und Ressourcen festlegen. Der Standard definiert die allgemeinen Anforderungen an ein Managementsystem für Informationssicherheit CRISAM® unterstützt den strukturierten Aufbau eines Sicherheits- und Risikomanagementsystems gemäß den BSI-Standards, von der Initialmodellierung bis zum laufenden Betrieb.
Strukturanalyse BSI-Standard 200-2 Den Informationsverbund erfassen: Geschäftsprozesse, Anwendungen, IT-Systeme, Netze, Räume und Personen als Zielobjekte Unternehmensstrukturen, Informationsverbünde, Zielobjekte und BSI-Bausteine lassen sich importieren oder modellieren und miteinander verknüpfen.
Schutzbedarfsfeststellung BSI-Standard 200-2 Je Zielobjekt den Schutzbedarf für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit bestimmen und entlang der Abhängigkeiten vererben Schutzbedarfe werden zentral erfasst, bewertet und automatisch entlang der Strukturen vererbt, konsistent und nachvollziehbar.
Modellierung BSI-Standard 200-2, Kompendium Jedem Zielobjekt die passenden Bausteine des IT-Grundschutz-Kompendiums zuordnen und die Zuordnung begründen Das integrierte BSI Knowledge Pack stellt über 130 Bausteine und mehr als 1.800 Kontrollziele bereit, samt Verweisen auf die elementaren Gefährdungen.
IT-Grundschutz-Check BSI-Standard 200-2 Je Anforderung prüfen, ob sie entbehrlich, umgesetzt, teilweise umgesetzt oder nicht umgesetzt ist, und das Ergebnis begründen Die Anforderungen des IT-Grundschutz-Kompendiums werden systematisch abgearbeitet. Abweichungen und Nicht-Konformitäten werden transparent identifiziert und dokumentiert.
Risikoanalyse BSI-Standard 200-3 Für Zielobjekte mit hohem Schutzbedarf, ohne passenden Baustein oder in untypischem Einsatz eine eigene Gefährdungs- und Risikoanalyse führen CRISAM® unterstützt die Durchführung von Gefährdungs- und Risikoanalysen nach BSI-Methodik und ermöglicht die Ableitung geeigneter Maßnahmen.
Umsetzungsplanung BSI-Standard 200-2 Aus den offenen Anforderungen Maßnahmen ableiten, priorisieren, Verantwortliche und Termine festlegen und die Umsetzung verfolgen Aus Abweichungen werden Maßnahmen mit Verantwortlichem und Termin. Der Umsetzungsstand fließt in die ISMS-Dashboards zurück, die Status, Schutzbedarfe und Abweichungen zeigen.
Aufrechterhaltung und Nachweis BSI-Standard 200-2 Das erreichte Niveau halten, regelmäßig prüfen, verbessern und gegenüber Auditoren und Prüfern belegen Zur Verfügung stehen standardisierte BSI-Berichte einschließlich der A1- bis A6-Berichte, KPI-basierte Management-Reports und Export-Funktionen für Prüfungen und externe Nachweise.
Umsetzung

IT-Grundschutz umsetzen, Schritt für Schritt

Vom Informationsverbund bis zu den A-Berichten, die der Auditor anfordert.

Prozesse, Anwendungen, Systeme, Netze und Räume werden importiert oder modelliert und miteinander verknüpft. Daraus entsteht der Informationsverbund, auf den sich alles Weitere bezieht.

CRISAM®Beispielwerte
✕Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
VerbundSchutzbedarfBausteineCheckRisikenBerichte
←Informationsverbund abgrenzen

Abgrenzung und Vorgehensweise

BEZEICHNUNG
Netzbetrieb und Kundenservice
VORGEHENSWEISE
Standard-Absicherung
GESCHÄFTSPROZESSE
14
ZIELOBJEKTE
248
NICHT ENTHALTEN
Verwaltungsnetz Stadthaus
GRUNDLAGE
BSI-Standard 200-2, Strukturanalyse
BEGRÜNDUNG DER ABGRENZUNG
Eigener Verbund mit eigener Leitung, Übergang nur über dokumentierte Schnittstelle
FREIGEGEBEN DURCH
Geschäftsführung
ZULETZT GEPRÜFT
08.09.2026
Zielobjekte

Prozesse, Anwendungen, IT-Systeme, Netze, Räume und Personen. Gleichartige Objekte lassen sich zu Gruppen zusammenfassen.

Vorgehensweise

Basis-, Kern- oder Standard-Absicherung. Für eine Zertifizierung ist die Standard-Absicherung die Grundlage.

Schnittstellen

Was außerhalb liegt, bleibt betrachtungspflichtig, sobald es mit dem Verbund verbunden ist.

StrukturanalyseWEITER

Der Schutzbedarf wird einmal am Prozess festgelegt und entlang der Abhängigkeiten vererbt. Wo Vererbung und eigene Einschätzung auseinandergehen, wird die Abweichung festgehalten.

CRISAM®Beispielwerte
☰Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
248Zielobjekte
37mit hohem Schutzbedarf
9sehr hoch
12Abweichung zur Vererbung
SCHUTZBEDARF, Auszug aus dem Informationsverbund
ZielobjektTypVertraulichkeitIntegritätVerfügbarkeitHerkunft
NetzleitsystemAnwendunghochsehr hochsehr hocheigene Bewertung
AbrechnungssystemAnwendungsehr hochhochhochvererbt
KundenportalAnwendunghochhochnormalvererbt
Serverraum UmspannwerkRaumnormalhochsehr hocheigene Bewertung
LeitstellennetzNetzhochsehr hochsehr hochvererbt
Clients VerwaltungIT-Systemnormalnormalnormalvererbt
Verteilung der Schutzbedarfe
Sehr hochHochNormalOffenEntfällt

Jedem Zielobjekt werden die passenden Bausteine zugeordnet. Das Knowledge Pack liefert die Bausteine samt Anforderungen und Verweisen auf die elementaren Gefährdungen.

CRISAM®Beispielwerte
☰Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
130Bausteine im Knowledge Pack
96im Verbund modelliert
1.800Kontrollziele verfügbar
7Zuordnungen offen
MODELLIERUNG, Bausteine je Zielobjekt
BausteinSchichtZielobjekteAnforderungenStatus
SicherheitsmanagementProzessVerbund21zugeordnet
Identitäts- und BerechtigungsmanagementProzessVerbund18zugeordnet
Allgemeiner ServerSystem3426zugeordnet
Allgemeine AnwendungAnwendung1914in Arbeit
Netzarchitektur und NetzdesignNetz629in Arbeit
Allgemeines GebäudeInfrastruktur1117zugeordnet
Industrielle ITIndustrie822offen
Offene Zuordnungen
ZielobjektOffener PunktVerantwortlich
FernwirktechnikKein passender Baustein, Risikoanalyse nach 200-3 nötigIT-Sicherheit
MessdatenkonzentratorBaustein Industrielle IT noch nicht zugeordnetNetzbetrieb

Je Anforderung wird der Umsetzungsstatus festgehalten und begründet. Aus den nicht erfüllten Anforderungen ergibt sich die Grundlage für die weitere Umsetzungsplanung.

CRISAM®Beispielwerte
☰Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
IT-GRUNDSCHUTZ-CHECK, Umsetzungsgrad je Schicht
Prozess-Bausteine
81 %
Anwendungen
74 %
IT-Systeme
69 %
Netze und Kommunikation
63 %
Industrielle IT
58 %
Umsetzungsstatus aller Anforderungen
UmgesetztTeilweiseNichtEntbehrlichOffen
Offene Anforderungen mit dem größten Gewicht
AnforderungBausteinStufeStatusSchutzbedarf
Netztrennung zwischen Leit- und BürotechnikNetzarchitekturStandardnicht umgesetztsehr hoch
Protokollierung sicherheitsrelevanter EreignisseDetektionStandardteilweisehoch
Notfallvorsorge für die LeitstelleAllgemeines GebäudeStandardteilweisesehr hoch
Härtung der ServerkonfigurationAllgemeiner ServerBasisteilweisehoch
Zutrittsregelung UmspannwerkAllgemeines GebäudeBasisumgesetztnormal

Wo der Schutzbedarf hoch ist oder kein Baustein passt, verlangt BSI-Standard 200-3 eine eigene Analyse. Gefährdung, Risiko und Behandlung sind mit demselben Zielobjekt verknüpft wie der IT-Grundschutz-Check.

CRISAM®Beispielwerte
☰Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
37Zielobjekte in der Analyse
84Gefährdungen bewertet
16über der Akzeptanzschwelle
5bewusst akzeptiert
RISIKOANALYSE, BSI-Standard 200-3
ZielobjektGefährdungBruttoNettoBehandlungBezug
FernwirktechnikManipulation von Gerätensehr hochmittelvermindernG0
NetzleitsystemAusfall von Geräten oder SystemenhochgeringvermindernG0
LeitstellennetzAbhören und MitlesenmittelgeringvermindernG0
Serverraum UmspannwerkAusfall der StromversorgunghochmittelvermindernG0
MessdatenkonzentratorUnbefugter ZutrittmittelgeringvermindernG0
KundenportalSchadprogrammegeringsehr geringakzeptierenG0
Verteilung der Nettorisiken
Sehr hochHochMittelGeringSehr gering

Am Ende stehen die Berichte, die für das Audit benötigt werden: Referenzdokumente, Prüfplan und die zugehörigen Nachweise. Auf derselben Grundlage läuft auch der Tagesbetrieb.

CRISAM®Beispielwerte
☰Stadtwerke Nord/ ISMS BSI
Referenzdokumente IT-GrundschutzStand 3. Quartal 2026
Prozess-Bausteine
Anwendungen
IT-Systeme und Netze
Industrielle IT
gefordertumgesetzt
Bericht oder NachweisInhaltStandVerantwortlichStatus
A1 StrukturanalyseZielobjekte und Abgrenzung08.09.2026IT-Sicherheitvollständig
A2 SchutzbedarfsfeststellungSchutzbedarf und Begründung08.09.2026IT-Sicherheitvollständig
A3 ModellierungBausteine je Zielobjektin ÜberarbeitungIT-Sicherheitteilweise
A4 Ergebnis des Grundschutz-ChecksUmsetzungsstatus je Anforderung15.09.2026IT-Sicherheitin Prüfung
A5 RisikoanalyseGefährdungen und Behandlung02.09.2026Risikomanagementvollständig
A6 RealisierungsplanMaßnahmen, Termine, Zuständigkeitgeplant 11/2026IT-Sicherheitoffen
Behördenleitung und Geschäftsführung

Sicherheitsleitlinie, Ressourcen, Freigabe des Informationsverbunds.

Informationssicherheitsbeauftragte

Strukturanalyse, Schutzbedarf, Modellierung, Grundschutz-Check.

IT-Betrieb und Fachverfahren

Umsetzung der Anforderungen, Nachweise je Zielobjekt.

Risikomanagement und Revision

Risikoanalyse nach 200-3, interne Prüfung, Auditbegleitung.

Multi-Compliance

Einmal erheben, mehrfach nutzen

Wer nach IT-Grundschutz arbeitet, hat bereits einen großen Teil dessen umgesetzt, was ISO/IEC 27001 und NIS2 verlangen. CRISAM® bildet Mehrfachanforderungen über das Mapping der Kontrollzielfragen auf die Einzelnormen ab.

Mappings zu anderen Standards

Zu ISO/IEC 27001 und TISAX stehen Mappings bereit, um Mehrfachanforderungen abzudecken.

130 Bausteine, 1.800 Kontrollziele

Das integrierte BSI Knowledge Pack enthält die Abbildung der BSI-Anforderungen, Verweise auf die elementaren Gefährdungen und wiederverwendbare Inhalte für Compliance-Auswertungen.

KRITIS und B3S im selben Modell

Anforderungen aus dem KRITIS-Umfeld und branchenspezifische Sicherheitsstandards lassen sich mit den bestehenden ISMS-Elementen verknüpfen.

Ein Setup für mehrere Disziplinen

Durch die Integration mit Datenschutz, Business Continuity Management und Enterprise Risk Management entsteht ein durchgängiges Sicherheitsmanagement.

Abgrenzung

Bisheriger IT-Grundschutz und Grundschutz++

Das BSI entwickelt den IT-Grundschutz unter dem Namen Grundschutz++ weiter. Die Anforderungen werden maschinenlesbar und prozessorientiert, die festen Absicherungsstufen Basis, Standard und erhöhter Schutzbedarf werden durch flexible Leistungszahlen mit dynamischen Schwellwerten ersetzt. Der bisherige IT-Grundschutz wird parallel zur Fortentwicklung gepflegt und bleibt anwendbar.

Kriterium Bisheriger IT-Grundschutz Grundschutz++
Methodik BSI-Standards 200-1, 200-2 und 200-3 Methodik-Grundschutz++, entlang des PDCA-Zyklus strukturiert
Anforderungen IT-Grundschutz-Kompendium als Textdokument Anwenderkatalog-Grundschutz++ in der Stand der Technik-Bibliothek, maschinenlesbar
Struktur Bausteine, nach Schichten und Lösungen geordnet Durchgängig an Prozessen ausgerichtet statt an einzelnen Lösungen
Sicherheitsniveau Basis-, Kern- und Standard-Absicherung, Stufen Basis, Standard und erhöhter Schutzbedarf Flexible Leistungszahlen in Verbindung mit dynamischen Schwellwerten
Einstieg Basis-Absicherung nach BSI-Standard 200-2 Checklisten aus dem Weg in die Basis-Absicherung, automatisierbar aus den Anforderungen
Zertifizierung ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz, zertifizierbar bis 30. November 2031 ISO 27001 auf Basis von Grundschutz++, möglich ab 1. Januar 2027
Abbildung in CRISAM® BSI IT-Grundschutz Knowledge Pack mit über 130 Bausteinen und mehr als 1.800 Kontrollzielen Noch nicht abgebildet. Der Anwenderkatalog wird erst mit der Veröffentlichung verfügbar

Was das für ein laufendes ISMS bedeutet

Der bisherige IT-Grundschutz bleibt anwendbar und wird weiter gepflegt. Wer heute zertifiziert ist oder eine Zertifizierung vorbereitet, arbeitet auf einer Grundlage, die bis 30. November 2031 zertifizierbar bleibt. Die bisherige Arbeit bleibt erhalten: Informationsverbund, Schutzbedarf und Nachweise bleiben dieselben, unabhängig davon, aus welchem Katalog die Anforderungen kommen. Eine Übersicht aller Regelwerke, die CRISAM® abdeckt, finden Sie unter Normen und Standards.

Wissen zum Thema

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Webinar, Online, 45 Minuten

Informationssicherheit nach ISO 27001 und BSI pragmatisch umsetzen

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Nächster Termin: 10.11.2026, 13:00 UhrTermine ansehen
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Wie Strukturanalyse, Schutzbedarf und Risikobewertung in einem Modell zusammenlaufen.

Zur Methode
Weiterbildung

Alle Termine, Kurse und Unterlagen

Webinare und Schulungen im Überblick, dazu die selbstgesteuerten Kurse der CRISAM® Academy und die Produktunterlagen im Downloadcenter.

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Der Einstieg

So starten Sie mit CRISAM®

Der erste Schritt hängt davon ab, wo Sie heute stehen.

Ausgangslage A

Sie beginnen mit der Basis-Absicherung

Am Anfang steht die Strukturanalyse. Zielobjekte werden importiert oder modelliert, das BSI Knowledge Pack liefert die Bausteine dazu. Den IT-Grundschutz-Check führen Sie gegen einen Katalog durch, den Sie nicht selbst pflegen müssen.

Ausgangslage B

Ihr Informationsverbund liegt in Tabellen

Sie beginnen mit dem Import. Zielobjekte, Schutzbedarfe und bereits beantwortete Anforderungen werden übernommen. Die Vererbung der Schutzbedarfe läuft danach automatisch entlang der Strukturen.

Ausgangslage C

Sie arbeiten bereits nach ISO/IEC 27001

Der IT-Grundschutz kommt nicht als zweites System hinzu. Über die Mappings gilt eine beantwortete Kontrollzielfrage für beide Regelwerke und muss nicht zweimal erhoben werden.

Sie benötigen dafür die CRISAM® GRC Plattform, das CRISAM® ISMS Modul und das BSI IT-Grundschutz Knowledge Pack. In der Demo besprechen wir Ihre Ausgangslage und zeigen, was davon bei Ihnen bereits vorhanden ist.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zu BSI IT-Grundschutz

  • Der IT-Grundschutz ist das Rahmenwerk des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zum Aufbau und Betrieb eines Informationssicherheits-Managementsystems. Er umfasst Methode, Anleitung und Empfehlung und betrachtet neben technischen auch infrastrukturelle, organisatorische und personelle Themen. Die Methodik steht in den BSI-Standards 200-1 bis 200-4, die konkreten Anforderungen im IT-Grundschutz-Kompendium.

  • BSI-Standard 200-1 definiert die allgemeinen Anforderungen an ein Managementsystem für Informationssicherheit. BSI-Standard 200-2 bildet die Basis der BSI-Methodik zum Aufbau eines Informationssicherheitsmanagements. BSI-Standard 200-3 bündelt alle risikobezogenen Arbeitsschritte bei der Umsetzung des IT-Grundschutzes. BSI-Standard 200-4 gibt eine Anleitung, um ein Business Continuity Management System aufzubauen.

  • Das BSI entwickelt den IT-Grundschutz unter dem Namen Grundschutz++ weiter. Die Anforderungen werden maschinenlesbar und prozessorientiert, die festen Absicherungsstufen Basis, Standard und erhöhter Schutzbedarf werden durch flexible Leistungszahlen mit dynamischen Schwellwerten ersetzt. Der bisherige IT-Grundschutz wird parallel zur Fortentwicklung gepflegt und bleibt anwendbar.

  • Das BSI nennt den 27. Oktober 2026 für die Veröffentlichung von Grundschutz++ auf der it-sa in Nürnberg und den 1. Januar 2027 für den Start der Zertifizierung nach ISO 27001 auf Basis von Grundschutz++. Die Zertifizierbarkeit des bisherigen IT-Grundschutz endet am 30. November 2031.

  • Sicherheitsmanagement, Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung, Modellierung, IT-Grundschutz-Check, Risikoanalyse, Umsetzungsplanung sowie Aufrechterhaltung und Verbesserung. Die Reihenfolge ist vorgegeben, jeder Schritt baut auf dem Ergebnis des vorigen auf. Für die Zertifizierung ist die Standard-Absicherung nach BSI-Standard 200-2 die Grundlage.

  • Bei Zielobjekten mit hohem oder sehr hohem Schutzbedarf, bei Zielobjekten, für die kein passender Baustein im IT-Grundschutz-Kompendium vorliegt, und bei Einsatzszenarien, die das Kompendium nicht abdeckt. CRISAM® unterstützt die Durchführung von Gefährdungs- und Risikoanalysen nach BSI-Methodik und ermöglicht die Ableitung geeigneter Maßnahmen.

  • Entscheidend ist, ob der Anforderungskatalog mitgeliefert und gepflegt wird oder selbst aufgebaut werden muss. Das integrierte BSI Knowledge Pack von CRISAM® stellt über 130 Bausteine und mehr als 1.800 Kontrollziele bereit, samt Abbildung der BSI-Anforderungen und Verweisen auf die elementaren Gefährdungen. Schutzbedarfe werden zentral erfasst, bewertet und automatisch entlang der Strukturen vererbt.

  • Ja. CRISAM® bildet Mehrfachanforderungen über das Mapping der Kontrollzielfragen auf die Einzelnormen ab. Zu Standards wie ISO/IEC 27001 oder TISAX stehen Mappings zur Verfügung, um Mehrfachanforderungen abzudecken. Eine beantwortete Kontrollzielfrage gilt damit für mehrere Regelwerke und muss nicht je Regelwerk erneut erhoben werden.

Belege

Quellen und Stand

Die Angaben zum IT-Grundschutz und zu Grundschutz++ auf dieser Seite stammen aus den folgenden Quellen.

  • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, IT-GrundschutzRahmenwerk
  • BSI, BSI-Standards 200-1 bis 200-4Methodik
  • BSI, Grundschutz++, Methodik, Anwenderkatalog und TermineFortentwicklung
  • BSI, ISO 27001-Zertifizierung auf der Basis von IT-GrundschutzZertifizierung
  • BSI, Online-Kurs IT-Grundschutz, Schritte der MethodikVorgehen

Die Angaben geben den Stand der genannten Quellen zum oben angeführten Prüfstand wieder.

Nächster Schritt

Der Katalog ist umfangreich. Entscheidend ist der Nachweis.

In der Demo gehen wir Ihren Fall durch: Informationsverbund, Schutzbedarf, Modellierung, Grundschutz-Check und die fertigen Berichte.

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