Die CRISAM® Methode (Corporate Risk Application Method) ist ein modularer, prozessorientierter Ansatz zur Risikoanalyse und Risikosteuerung in Unternehmen. Die Methode verankert Governance, Risk und Compliance (GRC) in einem durchgängigen Prozessmodell, das die Anforderungen des internationalen Standards ISO 31000 sowie den PDCA-Zyklus nach Deming abbildet.
Nachfolgend wird die CRISAM® Methode als nachvollziehbare Schrittfolge dargestellt, gemäß dem zugrundeliegenden Arbeitsmodell „How we work“. Jeder Schritt bildet eine eigenständige Phase des Risikomanagement-Prozesses.
Im Risikoverständnis von CRISAM® ist ein Risiko eine unerwartete Abweichung von einer erwarteten bzw. geplanten Situation. Diese Definition ist anschlussfähig an die internationale Terminologie: ISO 31000 definiert Risiko als „effect of uncertainty on objectives“ und präzisiert weiter: „deviation from the expected, positive and/or negative“. Vor der eigentlichen Analyse wird der Betrachtungsrahmen festgelegt. Dazu gehören die relevanten Unternehmensziele, der Geltungsbereich (Unternehmen, Projekt oder Geschäftsprozess) sowie die vier Betrachtungsdimensionen der CRISAM® Methode:
In diesem Schritt werden die relevanten Einzelrisiken systematisch erfasst. CRISAM® unterstützt die Identifikation über strukturierte Kataloge, Assessments und Workflows entlang der vier Dimensionen Strategie, Organisation, Prozesse und Infrastruktur. Ziel ist eine vollständige, nachvollziehbare Aufnahme aller relevanten Risiken im definierten Betrachtungsrahmen.
Ein zentrales Merkmal der CRISAM® Methode ist die Aggregation von Einzelrisiken zu Gesamtrisiken. Dabei werden die Wirkungsbeziehungen zwischen den Einzelrisiken bewertet, sodass Abhängigkeiten und Kumulationseffekte sichtbar werden. Erst diese Gesamtbetrachtung erlaubt eine belastbare Aussage über die tatsächliche Risikoexposition des Unternehmens.
Auf Basis der aggregierten Gesamtrisiken berechnet CRISAM® das Ausmaß der Gefährdung. Analysiert werden die potenziellen Auswirkungen auf die Unternehmensziele, einschließlich der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Dieses Vorgehen entspricht dem Grundprinzip von ISO 31000, Risiken über ihre Wirkung auf Ziele zu bewerten, wobei Abweichungen sowohl negativ als auch positiv (Chancen) betrachtet werden können.
Für die vertiefende Auswertung stellt CRISAM® ein standardisiertes Set an Analyse- und Reportformaten bereit. Diese Analysen erhöhen die Auskunftsfähigkeit gegenüber Geschäftsleitung, Aufsicht und Prüfern.
Aus den bewerteten Gesamtrisiken werden maßgeschneiderte Maßnahmen zur Risikominimierung abgeleitet. CRISAM® unterstützt die Planung, Zuweisung und Nachverfolgung dieser Maßnahmen entlang des Risikomanagement-Prozesses, sodass Verantwortlichkeiten, Fristen und Wirksamkeit dokumentiert bleiben.
Der Prozess schließt mit der Wirksamkeitsprüfung. Das in CRISAM® implementierte Prozessmodell folgt dem PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) und ist an ISO 31000 ausgerichtet. Erkenntnisse aus Check und Act fließen zurück in die nächste Iteration und stellen so die kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements sicher.
Als integriertes System zur Risikoanalyse und Steuerung von Risiken betrachtet CRISAM® Risiken in der Gesamtbetrachtung der Einzelsysteme und bewertet deren Wirkungsbeziehung zueinander. Die standardisierte Basis ermöglicht eine einheitliche Anwendung in allen GRC-Disziplinen, von ISMS und Integrated Risk Management bis hin zu DORA, NIS-2, Datenschutz und IKS & Audit. Die Methode wird seit zwei Jahrzehnten von nationalen und internationalen Kunden unterschiedlicher Größe und Branche eingesetzt und laufend an aktuelle regulatorische Anforderungen weiterentwickelt.
FAQs
CRISAM® steht für Corporate Risk Application Method. Es handelt sich um einen modularen, prozessorientierten Ansatz zur Risikoanalyse und Risikosteuerung, der als GRC-Plattform umgesetzt ist und Governance, Risk und Compliance integriert abbildet.
Risiko ist im Risikoverständnis von CRISAM® eine unerwartete Abweichung von einer erwarteten bzw. geplanten Situation. Diese Definition ist konsistent zur internationalen Norm ISO 31000, die Risiko als „effect of uncertainty on objectives“ bzw. als „deviation from the expected, positive and/or negative“ beschreibt.
Das in CRISAM® implementierte Prozessmodell erfüllt die Anforderungen des internationalen Standards ISO 31000 sowie die Prozessschritte des PDCA-Zyklus nach Deming (Plan, Do, Check, Act).
Einzelrisiken sind isoliert erfasste Risiken auf Ebene einzelner Objekte, Prozesse oder Systeme. Gesamtrisiken entstehen durch die Aggregation dieser Einzelrisiken unter Berücksichtigung ihrer Wirkungsbeziehungen. Nur die Gesamtbetrachtung erlaubt eine belastbare Aussage über die tatsächliche Gefährdung der Unternehmensziele.
Die standardisierte Basis der CRISAM® Methode ist in allen GRC-Disziplinen anwendbar, unter anderem im Information Security Management (ISMS), Integrated Risk Management, für DORA und NIS-2, im Datenschutzmanagement, im Internen Kontrollsystem & Audit Management sowie im Business Continuity Management.
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